Wissen rund ums Fastenwandern
Glaubersalz beim Fasten: So nimmst du es richtig ein (und was du tun kannst, wenn du es partout nicht runterkriegst)

Ein großes Glas bitter-salziges Glaubersalzwasser, ein paar tapfere Schlucke und eine Toilette in Reichweite: So beginnt für viele die Fastenwoche. Glaubersalz bindet Wasser im Darm und sorgt so für eine gründliche Entleerung. Glaubersalz beim Fasten nimmst du zum Start deiner Fastenzeit. Wie viel du brauchst, hängt unter anderem von deinem Körpergewicht ab, und für manche ist Glaubersalz keine gute Wahl. Unten erfährst du beides. Außerdem gebe ich dir sanfte Alternativen, falls du dich mit dem Geschmack partout nicht anfreunden kannst.
Was ist Glaubersalz?
Glaubersalz ist ein natürliches Mineralsalz, chemisch Natriumsulfat. Es sieht aus wie grobes, weißes Kristallsalz, schmeckt bitter-salzig und ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. In der Fastentradition gehört es seit Generationen zum Start in die Fastenzeit, weil es den Darm schnell und gründlich entleert.
Wichtig: Glaubersalz und Kochsalz haben außer dem Namen „Salz" wenig gemeinsam. Kochsalz eignet sich nicht zum Abführen, und größere Mengen davon können sogar gefährlich werden. Nimm also wirklich das richtige Salz und achte auf die Bezeichnung Natriumsulfat auf der Packung.
Woher hat Glaubersalz seinen Namen?
Benannt ist es nach Johann Rudolf Glauber, einem Apotheker und Chemiker aus dem 17. Jahrhundert. Der Legende nach erkrankte er auf einer Reise und erholte sich, nachdem er Wasser aus einer Quelle getrunken hatte. Später fand er heraus, welches Salz in diesem Wasser steckte, stellte es selbst her und nannte es „Sal mirabile", das Wundersalz. Ein großer Name für ein Salz, dessen bekannteste Wirkung bis heute eine sehr bodenständige ist.
Wie wirkt Glaubersalz?
Im Darm wirkt es wie ein Schwamm, der Wasser festhält. Sein Hauptbestandteil, das Sulfat, wird von der Darmwand kaum aufgenommen. Dadurch bleibt das Wasser, das du mit dem Salz trinkst, im Darm, und der Darminhalt wird weich und flüssig. Die größere Menge regt den Darm an, sich zu bewegen, bis er sich vollständig entleert. Beim Fasten sorgt das dafür, dass Magen und Darm zu Beginn der Fastenzeit leer sind und zur Ruhe kommen können.
Warum nimmt man Glaubersalz beim Fasten?
Sobald du aufhörst zu essen, fährt auch dein Darm seine Arbeit herunter. Was noch an Nahrungsresten in ihm steckt, würde dann nur sehr langsam weiterwandern. Deshalb startet das klassische Heilfasten mit Glaubersalz: Es sorgt für eine gründliche Darmentleerung. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Der Hunger lässt schneller nach. Viele Fastende erleben, dass das Hungergefühl deutlich leiser wird, sobald der Darm leer ist. Der Körper scheint zu verstehen: Jetzt kommt erst mal nichts mehr, Zeit umzuschalten.
- Der Bauch wird leicht. Völlegefühl und Blähungen durch alte Nahrungsreste fallen weg. Gerade beim Fastenwandern ist das angenehm, denn mit einem leichten Bauch läuft es sich einfach besser.
- Es setzt ein klares Startsignal. Das bittere Glas markiert für viele den Moment, in dem das Fasten wirklich beginnt. Ab hier gilt: Pause für die Verdauung, Zeit für dich.
Ein guter Begleiter für diesen ersten Fastentag ist übrigens der Leberwickel: Nach der Darmentleerung tut die Ruhe unter der warmen Decke besonders gut.
Glaubersalz ist dabei kein Muss. Wer es nicht verträgt oder nicht mag, hat gute Alternativen, und manche fasten ganz ohne Abführen. Mehr dazu weiter unten.
Wie nehme ich Glaubersalz ein?
Für die Einnahme brauchst du nur ein paar Dinge und ein kleines bisschen Mut.
Was brauche ich?
- Glaubersalz aus Apotheke oder Drogerie
- eine Küchenwaage oder einen Esslöffel
- ein großes Glas oder einen Krug mit einem dreiviertel Liter Wasser
- eine Zitronen- oder Orangenscheibe zum Abmildern des Geschmacks
- reichlich Wasser oder Kräutertee für danach
Wenn du bei mir fastest, liegt das Salz übrigens schon in deinem Fastenstarterpaket.
Schritt für Schritt
- Löse das Salz in etwas warmem Wasser vollständig auf, bis keine Kristalle mehr zu sehen sind.
- Fülle mit Wasser auf, bis du 0,75 Liter hast.
- Optional kannst du nun die Zitronen- oder Orangenscheibe dazugeben.
- Trink alles zügig innerhalb von etwa 20 Minuten. Große Schlucke sind angenehmer als kleines Nippen. Manchen hilft ein Trinkhalm.
- Trink etwa eine halbe Stunde später einen halben bis ganzen Liter Wasser oder Tee nach. Dein Körper verliert jetzt viel Flüssigkeit, die du ihm zurückgibst.
- Bleib für die nächsten Stunden in der Nähe einer Toilette.
Glaubersalz-Dosierung: Wie viel nehme ich?
Eine feste Regel für alle gibt es nicht. Entscheidend sind dein Körpergewicht, dein Blutdruck und wie dein Darm reagiert. Die Menge löst du jeweils in einem dreiviertel Liter Wasser auf. Als Orientierung beim Fasten gilt:
| Wer? | Glaubersalz |
|---|---|
| Niedriges Körpergewicht, zierlich oder schlank | 35 g |
| Empfindlicher Darm oder Neigung zu Durchfall | 35 g |
| Niedriger Blutdruck | 35 g |
| Normaldosis | 40 g |
| Neigung zu Verstopfung | 45 g |
Zur Orientierung: Ein Esslöffel entspricht ungefähr 20 Gramm.
Glaubersalz morgens oder abends?
Beides ist möglich. Morgens trinkst du es auf nüchternen Magen. Die Wirkung setzt im Laufe des Vormittags ein, und am Nachmittag hast du meist Ruhe. Die Einnahme am Abend vor dem ersten Fastentag hat den Vorteil, dass du am nächsten Morgen schon mit leerem Darm startest. Nimm es dann am späten Nachmittag, damit die Wirkung abgeklungen ist, bevor du schlafen gehst. Sonst wird die Nacht unruhig.
Wie bekomme ich Glaubersalz besser runter?
Es schmeckt bitter-salzig, und niemand trinkt es mit Genuss. Ein paar Tricks machen es leichter:
- Gut kühlen: Kalt schmeckt die Lösung milder.
- Nase zuhalten: Ein großer Teil des Geschmacks läuft über die Nase.
- Strohhalm nutzen: So berührt weniger Flüssigkeit die Zunge.
- Nachbeißen: Zitrone, Orange oder ein Schluck Tee nach jedem Zug.
- Zügig trinken: Je schneller es drin ist, desto schneller ist es geschafft.
Lust, das Fasten draußen zu erleben?
Fasten und Wandern durch Potsdams stille Wälder.
Zeig mir die TermineWann wirkt Glaubersalz?
Meist meldet sich dein Bauch nach einer halben bis drei Stunden. Erst gluckert und rumort es, dann wird es plötzlich eilig. Wie schnell es losgeht, hängt davon ab, wie voll dein Darm ist, wie viel du nachgetrunken hast und ob du dich bewegst. Wer gemütlich durch die Wohnung läuft, kommt oft schneller in Schwung als jemand, der still auf dem Sofa sitzt.
Plane großzügig Zeit ein. Ein Termin außer Haus oder ein Spaziergang ohne Toilette in der Nähe sind an diesem Tag keine gute Idee.
Wie lange hält die Wirkung an?
Wie lange der Durchfall anhält, ist bei jeder etwas anders. Rechne mit mehreren Toilettengängen über zwei bis fünf Stunden. Anfangs ist der Stuhl noch fest, später wird er immer flüssiger, bis zum Schluss fast nur noch Wasser kommt. Das ist das Zeichen, dass dein Darm leer ist. Danach beruhigt sich der Bauch meist schnell wieder, und viele fühlen sich auffallend leicht.
Weil du dabei viel Flüssigkeit verlierst, trinkst du über den Tag reichlich Wasser oder Kräutertee.
Was tun, wenn Glaubersalz nicht wirkt?
Erst einmal: Geduld. Manchmal braucht der Darm einfach etwas länger, vor allem bei Neigung zu Verstopfung. Trink noch einen halben Liter warmes Wasser oder Tee und beweg dich. Treppensteigen, Staubsaugen oder ein paar Runden durch die Wohnung können Wunder wirken.
Tut sich nach etwa vier Stunden immer noch nichts, nimm bitte keine zweite Portion Glaubersalz hinterher. Dein Körper verliert sonst zu viel Wasser und Salz. Dann helfen eine sanfte Bauchmassage oder ein Einlauf weiter. Beim nächsten Fasten kannst du die Dosis etwas anpassen, die Tabelle oben hilft dir dabei.
Wie oft nehme ich Glaubersalz während der Fastenwoche?
Glaubersalz trinkst du nur einmal zum Start deiner Fastenzeit. Während der Fastentage geht es sanfter weiter: Viele unterstützen ihren Darm täglich oder alle zwei Tage mit einem Einlauf, manche zusätzlich mit einer Colon-Hydro-Therapie. Wie du das am besten handhabst, erfährst du weiter unten bei den Alternativen.
Glaubersalz oder Bittersalz: Was ist der Unterschied?
Die beiden sind Geschwister. Beide sind Mineralsalze, beide binden Wasser im Darm und sorgen so für eine gründliche Entleerung. Der Unterschied steckt in der Chemie: Glaubersalz ist Natriumsulfat, Bittersalz ist Magnesiumsulfat. Bittersalz kennst du vielleicht auch als Epsom-Salz, benannt nach dem englischen Städtchen Epsom, wo es im 17. Jahrhundert aus einer Quelle gewonnen wurde.
Im Glas schmecken beide alles andere als nach Urlaub. Glaubersalz eher salzig-bitter, Bittersalz macht seinem Namen alle Ehre. Viele empfinden Bittersalz trotzdem als etwas milder im Bauch, weil es meist sanfter und etwas langsamer wirkt.
| Glaubersalz | Bittersalz | |
|---|---|---|
| Chemisch | Natriumsulfat | Magnesiumsulfat |
| Geschmack | salzig-bitter | deutlich bitter |
| Wirkung | kräftig, meist schnell | etwas sanfter |
| Typischer Einsatz beim Fasten | zum Start der Fastenzeit | zum Start oder zwischendurch in kleinerer Menge |
| Vorsicht bei | Bluthochdruck, Herzschwäche | eingeschränkter Nierenfunktion |
Welches Salz zu dir passt, hängt von deinen Vorlieben und von deiner Gesundheit ab. Glaubersalz bringt Natrium mit, das kann bei Bluthochdruck oder Herzproblemen eine Rolle spielen. Bittersalz enthält dafür Magnesium, das über die Nieren ausgeschieden wird. Arbeiten deine Nieren nicht richtig, sammelt es sich im Körper an. Bist du unsicher, sprich bitte vorher mit deinem Arzt oder Heilpraktiker.
Für die Dosierung von Bittersalz gilt: Halte dich an die Angaben auf der Packung oder an die Empfehlung deiner Fastenleitung.
Welche Alternativen zu Glaubersalz gibt es?
Nicht jede bekommt Glaubersalz runter, und für manche ist es aus gesundheitlichen Gründen keine gute Wahl. Zum Glück führen mehrere Wege zu einem leeren Darm. Hier sind die bekanntesten, von kräftig bis ganz sanft.
Bittersalz
Der nahe Verwandte des Glaubersalzes wirkt ähnlich, oft etwas milder, und bringt Magnesium statt Natrium mit. Für Frauen mit Bluthochdruck ist Bittersalz deshalb häufig die bessere Wahl. Alles Wichtige dazu findest du oben im Vergleich.
Einlauf
Beim Einlauf wird der Darm von unten entleert, mit etwa einem Liter körperwarmem Wasser aus einem Irrigator. Das klingt für viele erst einmal nach Überwindung, ist in der Praxis aber erstaunlich unkompliziert und geht ohne bitteren Geschmack. Der Einlauf belastet den Salz- und Wasserhaushalt kaum, deshalb eignet er sich auch für die Tage während des Fastens. Er reinigt allerdings nur den letzten Abschnitt des Darms, Glaubersalz dagegen den ganzen Weg. Glaubersalz oder Einlauf? Zum Start der Fastenzeit ist Glaubersalz gründlicher, für die Tage danach ist der Einlauf die sanftere Wahl.
Colon-Hydro-Therapie
Die Colon-Hydro-Therapie ist eine professionelle Darmreinigung in der Praxis. Über ein geschlossenes System fließt warmes Wasser in mehreren Durchgängen in den Dickdarm und wieder heraus, begleitet von einer sanften Bauchmassage. Eine Sitzung dauert etwa 45 Minuten und reicht deutlich weiter in den Darm hinein als ein Einlauf. Wer sich die Glaubersalz-Runde zu Hause ersparen möchte, kann den Fastenstart mit einer Sitzung kurz davor kombinieren.
In meiner Naturheilpraxis Bauchgefühl in Potsdam biete ich die Colon-Hydro-Therapie selbst an. Wenn du bei mir fastest, können wir sie gemeinsam in deinen Fastenstart einplanen.
Sanfte Varianten wie Sauerkrautsaft
Wer es ganz behutsam mag, trinkt am Morgen vor dem ersten Fastentag einen halben Liter Sauerkrautsaft. Er regt die Verdauung an und schmeckt säuerlich-frisch, also deutlich freundlicher als Salzwasser. Seine Wirkung ist allerdings mild und sehr verschieden. Für eine gründliche Entleerung reicht er oft allein nicht aus, als Einstieg für Empfindliche ist er trotzdem eine schöne Möglichkeit.
Kann ich auch ohne Abführen fasten?
Ja, das geht. Gerade bei kurzen Fastenzeiten von zwei bis drei Tagen verzichten viele ganz darauf. Für eine längere Fastenwoche empfehle ich die Darmentleerung trotzdem, aus einem ganz praktischen Grund: Solange noch Nahrungsreste im Darm liegen, meldet sich oft der Hunger. Ist der Darm leer, schaltet der Körper meist schneller in den Fastenmodus, und das Hungergefühl wird leiser.
Fastest du ohne Abführen, achte auf deinen Körper. Ein voller, drückender Bauch, Kopfschmerzen oder anhaltender Hunger können Zeichen sein, dass ein Einlauf dir guttun würde.
Aber: Ein Muss ist es nicht.
Hat Glaubersalz Nebenwirkungen?
Glaubersalz ist ein bewährtes Hausmittel, aber kein Leichtgewicht. Ein paar Begleiterscheinungen sind ganz normal, andere solltest du ernst nehmen.
- Bauchgrummeln und Krämpfe gehören für viele dazu, wenn der Darm in Bewegung kommt. Eine Wärmflasche auf dem Bauch und ein paar ruhige Atemzüge helfen, bis die Welle vorbei ist.
- Übelkeit kommt meist vom Geschmack und legt sich nach einigen Minuten. Nachbeißen in eine Zitronen- oder Orangenscheibe hilft, den bitteren Nachhall zu vertreiben.
- Schwindel und ein schwacher Kreislauf entstehen durch den Wasserverlust. Trink deshalb reichlich, steh langsam auf und setz dich vorher einen Moment auf die Bettkante. Bei niedrigem Blutdruck spürst du das oft stärker.
- Durst ist ein gutes Signal deines Körpers. Hör auf ihn und halte Wasser oder Kräutertee griffbereit.
- Gereizte Haut am Po kann nach vielen Toilettengängen brennen. Weiches Toilettenpapier, lauwarmes Wasser statt Reiben und eine schützende Creme machen den Tag deutlich angenehmer.
- Medikamente wirken schlechter, weil sie den Darm schneller verlassen, als dein Körper sie aufnehmen kann. Nimmst du regelmäßig Medikamente, kläre vorher mit deinem Arzt, wie du sie an diesem Tag einnimmst.
- Entwässernde Medikamente und ein gestörter Mineralstoffhaushalt brauchen besondere Vorsicht. Nimmst du Diuretika oder weißt du, dass dein Mineralstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht ist, sprich vorher mit deinem Arzt oder Heilpraktiker. Glaubersalz entzieht zusätzlich Wasser und Salze.
Wann sollte ich kein Glaubersalz nehmen?
Für manche Frauen ist Glaubersalz keine gute Idee. Bitte verzichte darauf bei:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen
- Darmverschluss oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- akuten oder unklaren Bauchschmerzen, auch mit Übelkeit oder Erbrechen. Dahinter kann etwas stecken, das in ärztliche Hände gehört, zum Beispiel eine Blinddarmentzündung. Ein Abführmittel wäre dann die falsche Wahl, bitte lass das erst ärztlich abklären.
- Nierenerkrankungen
Trifft einer dieser Punkte auf dich zu, heißt das noch lange nicht, dass Fasten für dich tabu ist. Oft ist ein Einlauf oder eine andere sanfte Variante aus den Alternativen weiter oben die bessere Wahl. Bist du unsicher, sprich bitte vorher mit deinem Arzt oder Heilpraktiker.
Dieser Text ersetzt keine Diagnose oder Behandlung.
Häufige Fragen zum Glaubersalz
Wo bekomme ich Glaubersalz und was kostet es?
Glaubersalz gibt es in jeder Apotheke, in vielen Drogerien und online. Eine Packung kostet nur wenige Euro und reicht für mehrere Fastenstarts. Achte darauf, dass es sich um kristallines Natriumsulfat-Decahydrat handelt und zur Einnahme geeignet ist. Wenn du bei mir fastest, musst du dich darum nicht kümmern: Es steckt bereits in deinem Fastenstarterpaket.
Wirkt die Pille trotz Glaubersalz?
Nicht unbedingt. Glaubersalz schickt alles im Eiltempo durch den Darm, also auch deine Pille. Hat sie nicht genug Zeit, ins Blut überzugehen, kann der Schutz unsicher werden. Nimm die Pille deshalb mit ein paar Stunden Abstand zum Glaubersalz und verhüte zur Sicherheit zusätzlich. Wie lange, steht im Beipackzettel deiner Pille.
Kann ich am Glaubersalz-Tag arbeiten gehen?
Lieber nicht. Die Toilettengänge kommen unvorhersehbar und mit wenig Vorwarnung, und dein Kreislauf ist an diesem Tag oft etwas wackelig. Leg den Glaubersalz-Tag am besten auf einen freien Tag oder ein Wochenende.
Kann ich mit Glaubersalz abnehmen?
Die Waage zeigt am nächsten Morgen oft ein, zwei Kilo weniger. Das ist allerdings vor allem Wasser und Darminhalt, und beides kommt zurück, sobald du wieder trinkst und isst. Fett schmilzt durch Glaubersalz nicht. Als Abnehmmittel ist es deshalb ungeeignet und auf Dauer sogar schädlich für deinen Salz- und Wasserhaushalt.
Was deine Fastenwoche noch unterstützt
Glaubersalz ist nur der Start. Diese sanften Begleiter tun deinem Körper in der Fastenwoche zusätzlich gut.
- Leberwickel: Die warme, feuchte Auflage auf dem rechten Oberbauch, die viele nach der Darmentleerung besonders genießen.
- Basenbad: Ein warmes Basenbad am Abend entspannt die Muskeln nach dem Wandern und wärmt dich von außen.
- Trockenbürsten: Ein paar Minuten Bürstenmassage vor dem Duschen bringen deinen Kreislauf sanft in Schwung.
- Viel trinken: Stilles Wasser und milde Kräutertees begleiten dich durch den Tag und halten dich warm.
- Bewegung an der frischen Luft: Dafür ist das Fastenwandern da: in Bewegung bleiben, ohne dich zu verausgaben.
- Ruhe und guter Schlaf: Dein Körper stellt in der Fastenwoche viel um, gönn ihm bewusst seine Pausen.

Steffi Brisch
Heilpraktikerin für Darmgesundheit und ärztlich geprüfte Fastenleiterin
In meiner Naturheilpraxis Bauchgefühl in Potsdam dreht sich alles um eine gesunde Verdauung. Beim Fastenwandern nehme ich kleine Gruppen mit in die Wälder rund um Potsdam und zeige ihnen, wie leicht sich Fasten anfühlen kann, wenn man gut vorbereitet ist.
Fastenwandern
Fasten, wandern, ankommen
Du wanderst in kleiner Gruppe durch Potsdams stille Wälder, Waldboden unter den Füßen, Nebel zwischen den Kiefern. Eine begleitete Fastenwanderwoche, in der du Schritt für Schritt bei dir ankommst. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt.
